Otto Muehl im 20. Bezirk, 1200 Wien
Otto Muehl in der Brigittenau: die „Blutorgel“ in der Perinetgasse
1962 ließ sich Muehl mit Hermann Nitsch und Adolf Frohner in seinem Atelier in der Perinetgasse einmauern – „Die Blutorgel“ gilt als Auftakt des Wiener Aktionismus.
In der Perinetgasse in der Brigittenau hatte Otto Muehl Anfang der 1960er-Jahre sein Atelier. 1962 ließ er sich dort mit Hermann Nitsch, der aus dem benachbarten Floridsdorf stammt, und Adolf Frohner einmauern; die Aktion „Die Blutorgel“ endete nach einigen Tagen mit dem Durchbrechen der Mauer. Ab 1964 entwickelte Muehl mit dem Fotografen Ludwig Hoffenreich die „Materialaktionen“. Die Brigittenau, Arbeiterbezirk zwischen Donaukanal und Donau mit Zinshäusern um Wallensteinplatz und Hannovermarkt, wurde so zum Schauplatz einer frühen Wiener Avantgarde.
Vom Wiener Aktionismus kommen vor allem Fotografien der Aktionen, Grafik, Plakate, Einladungen und Bilder in den Handel; Abzüge Ludwig Hoffenreichs aus der Entstehungszeit sind selten. Wir prüfen Abzugsart, Stempel, Signaturen und Datierung und unterscheiden zeitgenössische Abzüge von späteren Editionen. Muehl wurde 1991 wegen Sexualdelikten an Minderjährigen verurteilt; diese Biografie gehört zur Rezeption seines Werks, und wir klammern sie bei der Bewertung nicht aus. Grafik der 1960er-Jahre aus Brigittenauer Haushalten bewerten wir nach Fotos.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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