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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Günther Uecker

Bildhauer, Objektkünstler, 1930–2025, Wendorf – Düsseldorf

Deutscher Künstler der Nagelbilder und Mitglied der Gruppe ZERO; Andachtsraum im Reichstagsgebäude, Prägedrucke und Editionen.

1930 in Wendorf in Mecklenburg geboren, studierte Günther Uecker in Wismar und Berlin-Weißensee, ging Mitte der 1950er Jahre in den Westen und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. 1957 schlug er erstmals Nägel in Bildträger. 1961 schloss er sich der Gruppe ZERO um Heinz Mack und Otto Piene an. 1974–1995 lehrte er als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Für das umgebaute Reichstagsgebäude gestaltete er 1999 den Andachtsraum. Uecker starb im Juni 2025 in Düsseldorf.

Uecker schlägt Nägel in Holz, Leinwand und Möbel und bemalt sie meist weiß, sodass Licht und Schatten auf den Nagelfeldern Bewegung erzeugen; Wirbel, Felder und Strömungen entstehen. Daneben schuf er Lichtkinetik, Installationen, Bühnenbilder, Aschebilder und Arbeiten zu Katastrophen wie Tschernobyl. Die Druckgrafik umfasst Prägedrucke, die die Nagelstruktur ins Papier übertragen, Siebdrucke, Lithografien und Editionen mit echten Nägeln. Die Nagelfelder wirken je nach Lichteinfall anders.

Prägedrucke und Siebdrucke sind mit Bleistift „Uecker“ signiert und nummeriert; Prägedrucke zeigen ein deutliches Relief, das Reproduktionen fehlt. Nagelobjekte sind auf lose Nägel, Rost und Farbabplatzungen zu prüfen. Fälschungen von Nagelbildern sind bekannt; Herkunft und Abgleich mit dem Werkverzeichnis des Uecker-Archivs sind unverzichtbar. Editionen tragen Nummer und Zertifikat. Bei Prägedrucken ist das weiße Papier auf Vergilbung und Druckstellen zu prüfen.

Epochen & Stile

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