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Manufaktur: Armbanduhren

Longines

Saint-Imier, seit 1832

Uhrenfabrik in Saint-Imier mit geflügelter Sanduhr als Marke, bekannt für Chronographen, Navigationsuhren und eine durchgehende Werknummernfolge.

Auguste Agassiz begann 1832 in Saint-Imier mit einem Uhrenhandel; sein Neffe Ernest Francillon errichtete 1867 eine Fabrik auf dem Gelände „Les Longines“ und fasste alle Arbeitsschritte zusammen. Die geflügelte Sanduhr wurde 1889 eingetragen und gilt als eine der ältesten noch genutzten Uhrenmarken. Longines lieferte Zeitmessung für Sportwettbewerbe und Navigationsuhren für Flieger. Seit 1983 gehört die Firma zur heutigen Swatch Group und fertigt weiterhin in Saint-Imier.

Gesucht sind Chronographen mit dem Kaliber 13ZN von 1936, das einen frühen Flyback-Mechanismus besaß, und mit dem Nachfolger 30CH. Die Stundenwinkeluhr, 1931 nach Angaben von Charles Lindbergh entwickelt, und die Weems-Navigationsuhr haben eigene Sammlerkreise. Außerdem gefragt: Conquest ab 1954, Flagship, Admiral, Damen-Schmuckuhren der 1950er-Jahre, Taschenuhren und Militäruhren für verschiedene Armeen. Modelle der Zwischenkriegszeit sind in Gold-, Silber- und Stahlgehäusen erhalten.

Longines vergab Werknummern fortlaufend; damit lässt sich das Baujahr bestimmen, und das Firmenarchiv stellt Auszüge mit Lieferdatum und Abnehmer aus. Die Werke tragen das Sanduhr-Logo und die Kaliberbezeichnung. Zifferblätter von Chronographen und Fliegeruhren wurden oft restauriert oder ganz ersetzt; Neudrucke erkennt man an zu scharfem Druck und unpassender Leuchtmasse. Gehäuse für den amerikanischen Markt lieferte häufig der Importeur Wittnauer, teils aus Goldfilled-Material.

Entwerfer & Personen

  • Auguste Agassiz
  • Ernest Francillon
  • Charles Lindbergh

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