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Künstler: Internationale Kunst nach 1945

Niki de Saint Phalle

Bildhauerin, Malerin, Grafikerin, 1930–2002, Neuilly-sur-Seine – Paris – Garavicchio – La Jolla

Französisch-amerikanische Künstlerin der Schießbilder und der bunten „Nanas“; Tarotgarten in der Toskana, Brunnen mit Jean Tinguely in Paris.

Geboren 1930 in Neuilly-sur-Seine, wuchs Niki de Saint Phalle in New York auf und arbeitete als Fotomodell, bevor sie ohne akademische Ausbildung zu malen begann. 1961 wurde sie mit den „Tirs“ bekannt, Schießbildern, bei denen sie auf Farbbeutel unter Gips schoss; im selben Jahr schloss sie sich dem Nouveau Réalisme an. Mit Jean Tinguely arbeitete sie an vielen Projekten, darunter der Strawinsky-Brunnen in Paris (1983). Ab 1979 baute sie den Tarotgarten bei Garavicchio in der Toskana. Sie starb 2002 in La Jolla.

Ab 1965 entstanden die „Nanas“, üppige, farbig bemalte Frauenfiguren aus Polyester, die zum Markenzeichen wurden. 1966 zeigte das Moderna Museet in Stockholm „Hon“, eine begehbare, liegende Riesenfigur. Der Tarotgarten mit begehbaren Skulpturen aus Mosaik, Spiegel und Keramik öffnete 1998. In Hannover gestaltete sie die Grotte in den Herrenhäuser Gärten. Daneben schuf sie Serigrafien, Lithografien, Künstlerbücher, Möbel, Schmuck und einen Parfumflakon (1982).

Polyesterfiguren sind auf Risse, Farbabplatzungen und Verfärbungen zu prüfen; kleinere Nanas erschienen in nummerierten Auflagen mit Signatur. Serigrafien und Lithografien sind mit Bleistift signiert und nummeriert, oft mit „Niki“. Die Niki Charitable Art Foundation betreut Archiv und Werkverzeichnis. Plakate, Parfumflakons und Merchandising mit ihren Motiven sind eigene Sammelobjekte, aber keine Kunstwerke.

Epochen & Stile

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