Ludwig van Beethoven im 18. Bezirk, 1180 Wien
Beethoven in Währing: das erste Grab im heutigen Schubertpark
Von 1827 bis 1888 lag Beethoven auf dem Währinger Ortsfriedhof; im heutigen Schubertpark stehen noch seine und Schuberts ursprüngliche Grabdenkmäler.
Am 29. März 1827 wurde Ludwig van Beethoven auf dem Ortsfriedhof von Währing beigesetzt; die Grabrede Franz Grillparzers sprach der Schauspieler Heinrich Anschütz am Friedhofstor. Ein Jahr später fand Franz Schubert, seinem Wunsch entsprechend, das Grab in der Nähe. 1888 holte man beide in Ehrengräber am Zentralfriedhof, der aufgelassene Friedhof wurde zum Schubertpark, die ursprünglichen Grabdenkmäler blieben stehen. Währing, damals Weinbauerndorf vor dem Linienwall, kam 1892 zu Wien; Cottage und Türkenschanzpark entstanden erst Jahrzehnte nach dem Begräbnis.
Gedenkblätter, Lithografien des Grabes und frühe Fotografien der Grabstätte zählen zu den Beethoveniana mit Ortsbezug; Andenken an Schubert gehören in dieselbe Gruppe. Viele Grafiken wurden im 19. Jahrhundert nachgedruckt; Papier, Druckverfahren und Verlagsangaben entscheiden über die Datierung. In Währinger Villen und Altbauwohnungen, in denen Musiker, Ärzte und Gelehrte lebten, können solche Blätter in Mappen neben Autographen und Notendrucken liegen. Konvolute sichten wir vollständig und bewerten nach Fotos.
Sparten im 18. Bezirk
Ludwig van Beethoven in anderen Bezirken
Landstraße
Wohnte in der Ungargasse 5, wo 1823/24 Teile der Neunten Symphonie entstanden.
Mariahilf
Wohnte 1803/04 im Theater an der Wien; dort wurde 1805 „Fidelio“ uraufgeführt.
Alsergrund
Starb 1827 im Schwarzspanierhaus in der Schwarzspanierstraße.
Simmering
1888 vom Währinger Friedhof in ein Ehrengrab am Zentralfriedhof überführt.
Meidling
Verbrachte den Sommer 1823 in Hetzendorf und arbeitete dort an der Neunten Symphonie.
Döbling
Schrieb 1802 in Heiligenstadt sein Testament und arbeitete 1803 in Oberdöbling.
Floridsdorf
Hielt sich auf dem Gut der Gräfin Anna Marie Erdödy in Jedlesee auf.
Innere Stadt
Wohnte zwischen 1804 und 1815 mehrmals im Pasqualatihaus auf der Mölker Bastei.
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