Karl Ehn im 19. Bezirk, 1190 Wien
Karl Ehn in Döbling: der Karl-Marx-Hof in Heiligenstadt
Ab 1926 plante Ehn in Heiligenstadt den Karl-Marx-Hof – mehr als einen Kilometer Wohnhof unterhalb der Hohen Warte, im Februar 1934 Schauplatz von Kämpfen.
Unterhalb der Villen auf der Hohen Warte, wo Josef Hoffmann um 1900 für Moser, Moll und Henneberg baute, plante Karl Ehn ab 1926 den Karl-Marx-Hof. Die Anlage an der Heiligenstädter Straße reiht Wohnhöfe über mehr als einen Kilometer, die weite Torbögen, Fahnenmasten und Riedls Keramikfiguren gliedern; im Februar 1934 wurde der Hof zum Kampfplatz zwischen Schutzbund und Bundesheer. Ehn, Schüler Otto Wagners und seit 1909 im Stadtbauamt, schuf damit einen der bekanntesten Bauten des Roten Wien, nur wenige Straßen von den Weinbauernhäusern Heiligenstadts entfernt.
Der Gemeindebau selbst ist nicht verkäuflich, sein Umfeld schon: Festschriften der Gemeinde Wien zur Eröffnung, Fotografien und Ansichtskarten aus der Bauzeit, Plakate und Drucksachen des Roten Wien, dazu Keramik und Figuren aus den Gemeindebauten. Originalabzüge erkennen Sie an Fotopapier und Stempeln auf der Rückseite, Postkarten an Verlagsangaben und Poststempel. Aus den Wohnungen selbst kommen Möbel der Zwischen- und Nachkriegszeit. Das Kellerabteil gehört bei uns zur Besichtigung dazu.
Sparten im 19. Bezirk
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