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Künstler: Medaillenkunst

Arnold Hartig

Medailleur, 1878–1972, Brand bei Tannwald – Purkersdorf

Schüler von Stefan Schwartz mit rund 600 Arbeiten; Schillingmünzen in Gold und Silber, Kriegsmedaillen und religiöse Medaillen.

Arnold Hartig lernte beim Stahlgraveur Rudolf Zitte, besuchte die Fachschule in Gablonz und studierte an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Stefan Schwartz. Sechs Jahrzehnte arbeitete er in Wien. 1905 trat er dem Künstlerhaus bei, 1970 wurde er dessen Ehrenmitglied. 1941, 1942 und 1944 stellte er Plaketten und Medaillen auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München aus. Er starb 1972 in Purkersdorf.

Hartigs Werk umfasst rund 600 Arbeiten: Bildnismedaillen bekannter Persönlichkeiten, im Ersten Weltkrieg Medaillen für das Kriegsfürsorgeamt, in den 1930er Jahren religiöse Medaillen, 1950 eine Bronzemedaille auf Pius XII. und nach 1945 Medaillen auf Sudetendeutsche. Für das Hauptmünzamt entwarf er Schillingmünzen, darunter die 25- und 100-Schilling-Goldmünzen (1926–1934) und die Rückseite der 25- und 50-Schilling-Silbermünzen der ersten Form mit neun Wappen (1955–1964).

Hartigs Medaillen sind signiert, häufig mit dem Namen im Feld oder am Rand. Bei Goldmünzen sind Gewicht, Feingehalt und Erhaltung zu prüfen; Gold kauft Antiquitäten Wien zum Tageswert. Medaillenkataloge der Ersten und Zweiten Republik verzeichnen seine Münzentwürfe. Kriegsfürsorgemedaillen aus Eisen oder Zink sind korrosionsanfällig. Werke mit NS-Propagandacharakter kauft Antiquitäten Wien nicht.

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