Künstler: Medaillenkunst
Josef Tautenhayn
Medailleur, Bildhauer, 1837–1911, Wien – Wien
Münzgraveur am Hauptmünzamt ab 1862 und Akademieprofessor 1881–1905; Medaillen und Bauplastik für Parlament und Hofmuseen.
Josef Tautenhayn wurde 1837 in Wien geboren und war ab 1862 Münzgraveur am Hauptmünzamt. 1874 übernahm er die Leitung der Graveurakademie, 1881–1905 lehrte er als Professor an der Akademie der bildenden Künste. Zu seinen Schülern gehörten Rudolf Marschall und Richard Placht. Er wurde zum k. u. k. Kammerlieferanten ernannt. Tautenhayn starb 1911 in Wien; 1912 wurde die Tautenhayngasse in Rudolfsheim-Fünfhaus nach ihm benannt.
Tautenhayn schuf zahlreiche Gedenk- und Porträtmedaillen sowie skulpturalen Schmuck und Kunstgewerbe für die Bauten der Ringstraße. Für den Pallas-Athene-Brunnen vor dem Parlament modellierte er die allegorischen Figuren der Exekutive und der Legislative, für die Universität, das Kunsthistorische Museum und das Reichsratsgebäude weitere Bildwerke. Sein Sohn Josef Tautenhayn der Jüngere wurde ebenfalls Bildhauer und Medailleur. Tautenhayn erhielt ein ehrenhalber gewidmetes Grab am Zentralfriedhof.
Medaillen von Vater und Sohn sind über Signaturform, Jahr und Thema zu unterscheiden; beide signierten mit dem Familiennamen. Bronze- und Silberprägungen sind häufiger als Gold. Der Erhaltungszustand ist entscheidend; Kratzer, Randfehler und Reinigungsspuren mindern den Wert. Bauplastik für die Ringstraße ist ortsgebunden, Gipsmodelle sind selten; Medaillenkataloge verzeichnen viele seiner Prägungen.
Epochen & Stile
Josef Tautenhayn verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Medaillenkunst
- Michael Blümelhuber1865–1936
- Joseph Daniel Böhm1794–1865
- Arnold Hartig1878–1972
- Heinrich Kautsch1859–1943
- Rudolf Marschall1873–1967
- Richard Placht1880–1962
- Anton Scharff1845–1903
- Stefan Schwartz1851–1924
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