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Künstler: Musik (Autographen & Noten)

Antonio Vivaldi

Komponist, Violinist, 1678–1741, Venedig – Wien

Venezianischer Komponist der „Vier Jahreszeiten“; starb 1741 in Wien und wurde auf dem Bürgerspitalfriedhof nahe der Karlskirche begraben.

Antonio Vivaldi, 1678 in Venedig geboren, wurde 1703 zum Priester geweiht; wegen seines roten Haars nannte man ihn „il prete rosso“. Jahrzehntelang unterrichtete und komponierte er für das Ospedale della Pietà, ein Waisenhaus mit berühmtem Mädchenorchester, und schrieb über 500 Konzerte und zahlreiche Opern. 1740 reiste er nach Wien, vermutlich in der Hoffnung auf eine Stellung bei Karl VI., der jedoch im Oktober 1740 starb. Vivaldi starb im Juli 1741 verarmt in Wien.

Seine Konzertsammlungen erschienen bei Estienne Roger und Michel-Charles Le Cène in Amsterdam, darunter „L'estro armonico“ op. 3 (1711) und „Il cimento dell'armonia e dell'inventione“ op. 8 (1725) mit den „Vier Jahreszeiten“. Nach seinem Tod geriet er weitgehend in Vergessenheit. Erst 1926 tauchte in einer piemontesischen Klosterbibliothek ein großer Bestand an Handschriften auf, der heute in der Biblioteca Nazionale Universitaria in Turin liegt.

Eine Gedenktafel an der Technischen Universität am Karlsplatz erinnert an den früheren Bürgerspitalfriedhof, auf dem Vivaldi begraben wurde. Für Sammler sind Amsterdamer Frühdrucke der Konzertsammlungen und Ausgaben der Vivaldi-Renaissance interessant, etwa die Reihe bei Ricordi ab 1947. Eigenhändige Manuskripte außerhalb Turins sind kaum im Handel; Abschriften werden über die Nummern des Ryom-Verzeichnisses (RV) zugeordnet.

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