Die klassische Herrenuhr der Nachkriegszeit war rund, flach, in Gold gefasst und trug ein Lederband. Patek Philippe prägte diesen Typ 1932 mit der Calatrava Referenz 96, Vacheron Constantin, Audemars Piguet, Jaeger-LeCoultre und Piaget bauten vergleichbare Uhren mit extraflachen Handaufzugswerken. In Wien kauften Herren solche Uhren häufig bei Juwelieren der Inneren Stadt, oft als Geschenk zum 50. Geburtstag oder zur Pensionierung, mit Widmungsgravur auf dem Boden. Daneben gibt es goldene Day-Date und Datejust von Rolex.
Für die Bewertung zählen Hersteller, Referenz, Kaliber und Zustand. Das Goldgewicht bildet eine Untergrenze, die bei Gehäusen aus 750er Gold rasch erreicht ist, bei Uhren gesuchter Manufakturen aber weit überschritten wird. Widmungsgravuren mindern den Wert kaum. Häufige Schäden sind verkratzte Gläser, nachgedruckte Zifferblätter und ersetzte Kronen ohne Markenzeichen. Goldarmbänder werden gesondert gewogen, Lederbänder und Dornschließen aus Gold mit dem Herstellerzeichen gelten als gesuchtes Zubehör.
Woran man es erkennt
- Patek Philippe Calatrava
- Vacheron Constantin und Audemars Piguet
- Piaget mit extraflachem Werk
- Rolex Day-Date und Datejust in Gold
- Gold als Untergrenze der Bewertung
- Originale Dornschließen aus Gold
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