Frühe Armbanduhren mit Drahtbandanstößen
Die ersten Herren- und Damenarmbanduhren um 1910 bis 1925, oft aus umgebauten Taschenuhrformen.
Vor dem Ersten Weltkrieg galten Armbanduhren als Damenschmuck. Erst im Krieg setzten sich bei Offizieren kleine Uhren am Handgelenk durch, die als Trench-Watches bekannt wurden: runde Gehäuse aus Silber oder Stahl mit angelöteten Drahtbügeln für das Band, Emailzifferblatt mit großen Ziffern, oft mit Radiumleuchtmasse und einem Schutzgitter über dem Glas. Viele Gehäuse entsprechen verkleinerten Taschenuhren, mit Krone bei zwölf Uhr oder seitlich verlegt. Longines, Omega, IWC und Zenith lieferten solche Uhren.
Diese frühen Uhren sind ein eigenes Sammelgebiet. Den Wert bestimmen Marke, Gehäusematerial, Zustand des Emailzifferblatts und das Werk, das häufig einem kleinen Taschenuhrkaliber entspricht. Haarrisse im Email und ausgebrochene Ränder sind verbreitet, mindern den Wert aber weniger als ein neu bedrucktes Zifferblatt. Radiumleuchtmasse ist schwach radioaktiv; die Uhren sollten nicht geöffnet und Zeiger nicht nachgefärbt werden. Gehäuse aus Silber tragen Punzen, die eine Datierung erlauben.
Woran man es erkennt
- Trench-Watches um 1914 bis 1918
- Angelötete Drahtbandanstöße
- Emailzifferblätter mit Leuchtziffern
- Schutzgitter über dem Glas
- Silbergehäuse mit Punzen
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