Matthias Steinl im 1. Bezirk, 1010 Wien
Matthias Steinl in der Inneren Stadt: Peterskirche und Kunstkammer
Der kaiserliche Kammerbeinstecher arbeitete an der Ausstattung der Peterskirche; seine Elfenbein-Reiterstatuetten zeigt die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums.
1688 wurde Matthias Steinl in Wien kaiserlicher Kammerbeinstecher, also Elfenbeinschnitzer des Hofes. Die Reiterstatuetten Leopolds I. und Josephs I., die er aus Elfenbein schnitt, gehören heute zur Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums. In der Peterskirche nahe dem Graben arbeitete er an der Ausstattung mit. Steinl war zugleich Bildhauer und Architekt für Stifte in Niederösterreich. Als er im April 1727 starb, wurde er in St. Dorothea bestattet – jenem Kloster, in das 1788 das Versatz- und Fragamt einzog, aus dem das Dorotheum hervorging.
Elfenbeinarbeiten des Barock unterliegen seit dem 19. Jänner 2022 den Handelsbeschränkungen der Verordnung (EU) 2021/2280; ein Ankauf ist nur möglich, wenn die gesetzlichen Ausnahmen greifen und die nötigen Nachweise vorliegen. Bei Holzskulpturen und Kleinplastik aus Steinls Umkreis prüfen wir Fassung, Schnitzspuren, Ergänzungen und Herkunft. Viele Barockfiguren in Altstadtwohnungen sind Werkstatt- oder Nachfolgearbeiten des 18. und 19. Jahrhunderts, die eigenen Wert haben. Sakrales aus Kirchenbesitz nehmen wir nur mit geklärter Provenienz.
Matthias Steinl in anderen Bezirken
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