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Künstler: Konzept, Installation & Lichtkunst

Heinz Gappmayr

Visueller Poet, bildender Künstler, 1925–2010, Innsbruck

Innsbrucker Hauptvertreter der konkreten und visuellen Poesie; Einzelwörter auf Papier, Wand und Raum, über 3000 Textarbeiten, Werkverzeichnis „Opus“.

Der 1925 in Innsbruck geborene Heinz Gappmayr entwickelte ab Ende der 1950er Jahre ein Konzept, das die Sprache selbst zum Gegenstand des Kunstwerks macht. 1962 erschien „zeichen“, 1964 folgte in München die erste Einzelausstellung, 1973 die ersten Raumtexte, 1979 die ersten Fototexte. 1969 war er auf der Biennale von Venedig vertreten, 1970 in der Galerie nächst St. Stephan, 1997 und 2008 in der Kunsthalle Wien. Er gilt als Hauptvertreter der konkreten und visuellen Poesie und starb 2010 in Innsbruck.

Gappmayr arbeitete mit Einzelwörtern, Zahlen und Zeichen, oft mit metaphysischem Bezug, und setzte sie so auf Fläche und Raum, dass Bedeutung und Form zusammenfallen. Über 3000 visuelle Textarbeiten entstanden, von Büchern und Tafeln bis zu Wänden, Räumen und Arbeiten im öffentlichen Raum, etwa in Bregenz, Graz, Meran und Innsbruck. Publikationen wie „zahlentexte“ (1975), „raum“ (1977) oder „alphabet“ (1993) dokumentieren die Entwicklung; das Werkverzeichnis „Opus“ erschien in drei Bänden.

Gehandelt werden Blätter, Tafeln, Druckgrafik und Künstlerbücher. Viele Arbeiten bestehen aus wenigen Buchstaben auf weißem Grund; Verschmutzung, Vergilbung und Knicke fallen deutlich auf und mindern den Wert. Das Werkverzeichnis „Opus“ hilft bei der Identifizierung. Raumtexte sind ortsgebunden und werden als Konzept übertragen. Herkunft aus Galerien wie Johann Widauer in Innsbruck oder Lindner in Wien stützt die Zuschreibung.

Ebenfalls: Konzept, Installation & Lichtkunst

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