Rotes Wien im 19. Bezirk, 1190 Wien
Rotes Wien in Döbling: der Karl-Marx-Hof in Heiligenstadt
Karl Ehns Karl-Marx-Hof und die Ausstellung im Waschsalon machen Heiligenstadt zum Ausgangspunkt für Drucksachen, Fotos und Objekte des Roten Wien.
An der Heiligenstädter Straße erstreckt sich der Karl-Marx-Hof über mehr als einen Kilometer. Karl Ehn plante ihn 1927–1930; hohe Bögen, Fahnenmasten und Keramikfiguren, die Josef Riedl schuf, gliedern die Front; im Februar 1934 kämpften hier Schutzbund und Bundesheer gegeneinander. Im ehemaligen Waschsalon dokumentiert heute eine Ausstellung die Geschichte des Roten Wien. Nicht weit entfernt liegen der Pfarrplatz mit seinen Weinbauernhäusern und die Villen der Hohen Warte – drei Döblinger Wohnwelten auf engem Raum.
Aus Wohnungen im Karl-Marx-Hof und den übrigen Heiligenstädter Gemeindebauten kommen Gegenstände, die die Epoche belegen: Broschüren der Gemeinde Wien zu einzelnen Wohnhausanlagen, Plakate, Fotografien, Mitgliedsbücher und Abzeichen von Arbeitervereinen. Kleinkeramik und Figuren der Zwischenkriegszeit sind gesucht, wenn Marke oder Signatur erhalten sind. Mappen mit Mietverträgen, Zuweisungsschreiben und Hausordnungen bitte nicht wegwerfen – sie sind oft die einzigen Belege, die ein Konvolut datieren.
Rotes Wien in anderen Bezirken
Margareten
Metzleinstaler Hof und Reumannhof am Margaretengürtel von Hubert Gessner.
Landstraße
Rabenhof in Erdberg.
Ottakring
Sandleitenhof, größte Wohnhausanlage der Zwischenkriegszeit.
Favoriten
George-Washington-Hof; Amalienbad am Reumannplatz.
Meidling
Wohnhausanlage Am Fuchsenfeld und Bebelhof.
Leopoldstadt
Lassallehof an der Reichsbrücke.
Brigittenau
Friedrich-Engels-Platz-Hof von Rudolf Perco.
Floridsdorf
Karl-Seitz-Hof von Hubert Gessner.
Donaustadt
Goethehof in Kaisermühlen.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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