Manufaktur: Spielzeug & Modellbahn
Simon & Halbig
Gräfenhain (Thüringen), ab 1869
Porzellanfabrik aus Gräfenhain in Thüringen, ab 1869 Hersteller von Puppenköpfen aus Biskuitporzellan für zahlreiche Puppenfirmen.
Wilhelm Simon und Carl Halbig gründeten 1869 in Gräfenhain bei Ohrdruf eine Porzellanfabrik, die sich auf Puppenköpfe aus Biskuitporzellan spezialisierte. Die Firma belieferte Puppenhersteller in Deutschland und Frankreich, darunter Kämmer & Reinhardt und Heinrich Handwerck. Die Köpfe galten wegen ihrer feinen Bemalung, der eingesetzten Glasaugen und der sorgfältig gebrannten Oberfläche als technisch führend. 1920 übernahm Kämmer & Reinhardt den Betrieb; der Name Simon & Halbig blieb als Marke auf den Köpfen erhalten.
Gesucht sind Puppen mit Köpfen der Formnummern 1079 und 1249, letztere bekannt als „Santa“, Kurbelkopfpuppen mit Lederkörper und Brustblattköpfe der 1880er-Jahre, Charakterköpfe nach 1909, Puppen mit durchstochenen Ohrläppchen und kleine Köpfe für Puppenstuben. Puppen mit Schlafaugen, Wimpern und Echthaarperücke aus der Zeit um 1900 bilden den Kern des Sammelgebiets. Seltene Formen und große Größen sind gefragter als Standardpuppen. Puppen französischer Hersteller mit Köpfen aus Gräfenhain tragen oft beide Marken.
Die Köpfe tragen im Nacken die Marke „S & H“ oder „Simon & Halbig“, eine Formnummer und Größenangaben, bei Fremdkunden oft zusätzlich deren Zeichen. Wir prüfen Haarrisse, Brandfehler, Abriebe und Restaurierungen unter UV-Licht, außerdem Augenmechanik und Zähne. Kopf und Körper sollen zusammengehören; viele Puppen wurden aus Einzelteilen neu kombiniert. Reproduktionsköpfe, die über Originale abgeformt wurden, sind durch die Brennschwindung kleiner und tragen oft abweichende Signaturen.
Entwerfer & Personen
- Wilhelm Simon
- Carl Halbig
Simon & Halbig verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Ebenfalls: Spielzeug & Modellbahn
- Anker-Steinbaukastenseit 1880
- Armand Marseilleab 1885
- Gebrüder Bing1863/64–1932
- Corgiseit 1956
- Dinky Toys1934–1979
- Distlerum 1900–1962
- Elastolin1904–1983
- Ernst Paul Lehmann Patentwerkseit 1881
- Fleischmannseit 1887
- Hornbyseit 1920 (Bahnen)
- K. Arnold & Co.seit 1906
- Kämmer & Reinhardtab 1886
- Karl Bub1851–1966
- Käthe Kruseseit 1911
- Kleinbahnseit 1947
- LGBseit 1968
- Liliputseit 1947
- Lineolab 1906
- Märklinseit 1859
- Matadorab 1901
- Matchboxseit 1953
- Meccanoseit 1901
- Piatnikseit 1824
- Rocoseit 1960
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular