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Antiquitäten Wien

Künstler: Biedermeier

Ferdinand Olivier

Maler, Lithograf, 1785–1841, Dessau – Wien – München

Romantischer Landschafter aus Dessau, der in Wien lebte und 1823 die Lithografiefolge „Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden“ schuf.

Ferdinand Olivier wurde 1785 in Dessau geboren und kam 1811 nach Wien, wo er rund zwei Jahrzehnte lebte. Mit seinen Brüdern Friedrich und Heinrich Olivier und mit den Nazarenern verbunden, bereiste er das Salzburger Land und Berchtesgaden. 1830 übersiedelte er nach München und wurde dort Professor für Kunstgeschichte an der Akademie. Er starb 1841 in München. Seine Zeichnungen gelten als Hauptwerke.

Olivier zeichnete Landschaften mit feinem Bleistift und Feder, klar umrissenen Formen und religiöser Grundstimmung. Die Folge „Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden“ von 1823 ordnet sieben Ansichten den Wochentagen zu und bindet sie an die Schöpfungsgeschichte. Gemälde sind selten; bekannt sind Landschaften mit biblischer Staffage und Ansichten des Wiener Umlands. Die Blätter sind in Kreidelithografie ausgeführt, in feinen Grautönen mit klaren Umrissen.

Die Lithografien der „Sieben Gegenden“ sind im Handel als Einzelblätter und als vollständige Folge zu finden, gelegentlich mit Tonplatte gedruckt. Frühe Abzüge zeigen feine Grauwerte, spätere sind flauer. Zeichnungen von Ferdinand und Friedrich Olivier werden verwechselt; Strichcharakter und Inschriften helfen bei der Unterscheidung. Gemälde sind fast nur in Museen. Faksimiles sind im Umlauf.

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