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Epoche

Medienkunst

Kunstbewegung, seit den 1960er-Jahren

Kunst mit Video, Computer, Netz und Interaktion; in Österreich von Valie Export, Peter Weibel und Richard Kriesche geprägt, international mit der Ars Electronica in Linz verbunden.

Medienkunst verwendet technische Medien als künstlerisches Material: Fernsehen und Video, Computer, Netzwerke, Klang und interaktive Systeme. Als Ausgangspunkt gilt Nam June Paiks Ausstellung „Exposition of Music – Electronic Television“ 1963 in Wuppertal mit manipulierten Fernsehgeräten. Mit tragbaren Videokameras ab Mitte der 1960er-Jahre wurde das bewegte Bild für Künstler verfügbar.

In Österreich verbanden Valie Export und Peter Weibel Ende der 1960er-Jahre Film, Performance und Medienkritik im „Expanded Cinema“; Valie Exports „Tapp und Tastkino“ (1968) machte den Körper zur Leinwand. Richard Kriesche arbeitete ab den 1970er-Jahren mit Video und später mit Datennetzen. 1979 wurde in Linz die Ars Electronica gegründet; Peter Weibel leitete ab 1999 das ZKM in Karlsruhe.

Jüngere Positionen reichen von Peter Koglers computergenerierten Rauminstallationen mit Ameisen, Röhren und Gehirnwindungen über Dorit Margreiters Arbeiten zu Film und Architektur bis zu Anna Jermolaewas Videos und Oliver Larics Arbeiten mit digitalen Kopien und 3D-Scans. Thomas Feuerstein verbindet Video, Text, Skulptur und Biotechnologie.

Medienkunst wird meist in limitierten Editionen mit Zertifikat verkauft, das Auflage, Format, Abspielbedingungen und zulässige Datenträger festlegt. Ältere Arbeiten hängen an Geräten wie Röhrenmonitoren oder Videobändern, deren Ersatz die Werkidentität berühren kann; Künstleranweisungen und Dokumentation gehören deshalb zum Werk. Kopien ohne Zertifikat sind keine verkäuflichen Exemplare der Edition.

Woran man es erkennt

  • Video, Computer und Netz als Material
  • Installation und Interaktion
  • Editionen mit Zertifikat
  • Abhängigkeit von Geräten und Formaten
  • Medienkritik und Körperbezug

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