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Ludwig Förster im 2. Bezirk, 1020 Wien

Ludwig Förster in der Leopoldstadt: der Tempel in der Tempelgasse

1853–1858 baute Förster den Leopoldstädter Tempel, eine der größten Synagogen Wiens; im November 1938 wurde er zerstört.

Auf dem Unteren Werd lag ab 1625 das jüdische Wohngebiet, das Leopold I. 1670 auflöste; im 19. Jahrhundert wurde die Leopoldstadt erneut Zentrum jüdischen Lebens in Wien. In der Tempelgasse errichtete Ludwig Förster 1853 bis 1858 den Leopoldstädter Tempel in maurisch-orientalisierenden Formen, verwandt mit seiner Synagoge in der Budapester Dohány utca. Im November 1938 wurde der Bau zerstört; ein Denkmal an der Tempelgasse erinnert an ihn. Rund um Taborstraße und Karmelitermarkt wächst die jüdische Gemeinde heute wieder.

Judaica wie Chanukka-Leuchter, Kidduschbecher, Torazeiger und Gebetbücher können aus Familien der Leopoldstadt stammen; bei jedem Stück klären wir vorab die Herkunft, denn Enteignung und Raub nach 1938 trafen gerade diesen Bezirk. Bei Silber zählen Punzen und Meisterzeichen, bei Büchern Druckort und Jahr. Försters „Allgemeine Bauzeitung“, 1836 gegründet und bis 1918 erschienen, ist mit ihren Tafeln ein begehrtes Sammelwerk der Architekturgeschichte. Erste Fotos per WhatsApp, die Besichtigung ist kostenlos.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.