Domenico Martinelli im 9. Bezirk, 1090 Wien
Domenico Martinelli in der Rossau: das Gartenpalais Liechtenstein
Ab etwa 1691 plante Domenico Martinelli das Gartenpalais Liechtenstein in der Rossau – heute Sitz der Fürstlichen Sammlungen.
Die Rossau am Donaukanal war Siedlung von Fischern, Flößern und Holzhändlern, als Fürst Johann Adam Andreas von Liechtenstein dort ein Gartenpalais errichten ließ. Domenico Martinelli, Priester und Architekturlehrer an der Accademia di San Luca in Rom, lieferte ab etwa 1691 die Pläne; gebaut wurde bis um 1711. Andrea Pozzo malte das Deckenfresko des Herkulessaals, Johann Michael Rottmayr die Stiegenhäuser. Heute zeigt das Haus als LIECHTENSTEIN. The Princely Collections Gemälde, Skulpturen und Möbel der fürstlichen Sammlung.
Wenige Schritte vom Palais entfernt arbeitete ab 1718 in der Rossau die Wiener Porzellanmanufaktur, an die die Porzellangasse erinnert; Stücke mit Bindenschild sind in Haushalten des Bezirks häufig Erbgut. Wir kaufen Porzellan, Barockmöbel und Gemälde und vergleichen Formen mit den Beständen im Gartenpalais. In den Gründerzeitwohnungen an Liechtensteinstraße und Porzellangasse prüfen wir bei Sammlungen, die vor 1938 in jüdischem Besitz waren oder danach erworben wurden, die Herkunft.
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